Sahasrara Chakra

Jedes Chakra repräsentiert psychologische Aspekte unseres Lebens

Der Kritiker in deinem Kopf rümpft jetzt entsetzt die Nase? Kenn’ ich gut! Aber jedes Chakra steht in Verbindung mit, wie ich finde, greifbaren psychologischen Aspekten unseres Lebens.

Tipp: Wenn du noch nichts über Chakren weißt empfehle ich dir, zuerst diesen Artikel von YogaEasy zu lesen.

Sahas…was?

Mark Stephens beschreibt das Sahasrara-Chakra in „Yoga Workouts gestalten“ als „die vollständige Manifestations erleuchteten Bewusstseins.“ – Okay, gut …

Das Sahasrara- bzw. Kronenchakra erschien mir erst unglaublich abstrakt. Bis Janesh Vaidya mir einen schönen Impuls gegeben hat. In „Die mentale Kraft des Ayurveda“ schreibt er:

Als oberstes Chakra koordiniert es die Sinne, welche Informationen aus der Außenwelt sammeln.“

Dieses Sammeln von Informationen heißt auf Sanskrit „Manas“ und stellt die Grundlage für die Erzeugung von Gedanken dar. Denn:„ Was wir glauben oder nicht glauben, ergibt sich aus dem ständigen Abgleich zwischen Manas [Sinneswahrnehmung] und Chitta [Geist, in welchem sich unsere Auffassung über die Welt, durch bereits Erlebtes, manifestiert]“ Wie wir die Welt wahrnehmen hängt allein von der Qualität dieses Vergleichs ab. Wird Chitta [Geist] von Angst, Sorge oder Überheblichkeit beherrscht, werden alle Informationen aus der Außenwelt dementsprechend bewertet.

Um die Welt „richtig“ wahrzunehmen, also so, dass wir nicht leiden und niemandem Leid zufügen, muss unser Denken „rein“ sein. Das funktioniert nur, wenn die Sinneseindrücke auf „gute“ Weise aufgenommen und gebündelt werden. „Gut“ bedeutet, dass wir weder zu undurchlässig für unsere Außenwelt sind, noch zu dünnhäutig.

Arbeiten mit dem Kronenchakra

So schön sich „Manifestation des erleuchteten Bewusstseins“ anhört, so wenig kann ich damit arbeiten. Janeshs Ansatz erscheint mir an dieser Stelle viel pragmatischer. Für die Arbeit mit dem Kronenchakra ergeben sich folgende Fragen, die du in deine Meditations- und Asanapraxis integrieren kannst:

  • Wie ist dein Wechselspiel zwischen Innen und Außen?
  • Wie nimmst du deine Außenwelt wahr?
  • Wie verbunden und gleichzeitig frei fühlst du dich?
  • Hast du das Gefühl, du kannst dich schwer abgrenzen?
  • Oder fühlst du dich isoliert und einsam?

All’ das sind Fragen, die du dir in der Arbeit mit dem Sahasrara Chakra stellen kannst. Beobachte deine Gedanken und ihre Qualität und überprüfe deine Filter. Welche Gedanken begegnen dir immer wieder? Was beschäftigt dich? Was hält dich davon ab, dich frei und verbunden zu fühlen? Schreib’ auf, was dir immer wieder begegnet.

Eine schöne Übung zur Bündelung deiner Gedanken ist Tratak, die Kerzenmeditation.

Willst du deine Erfahrung teilen hast Fragen oder weißt noch mehr über das Sahasrara Chakra? Dann lass es mich wissen!

Leave a Reply

X