Coaching

Einschlafprobleme: Coaching-Fragen und Atemübung

By March 31, 2020 September 11th, 2020 No Comments

Mich hat der Wunsch für einen Beitrag zum Thema „Einschlafen“ erreicht. Bevor ich selbst schreibe, recherchiere ich. Im Internet fallen mir Artikel mit dem Titel „Soforthilfe bei Einschlafproblemen“ oder „Schnell einschlafen – mit diesem Trick“ auf. Wer weiß wie es ist, nicht einschlafen zu können, weiß auch, dass es keine „Soforthilfe“ gibt.

Einschlafprobleme haben oft eine gemeinsame Ursache (auch wenn die konkreten Ursachen natürlich individuell sind): Stress, Grübeln und Sorgen kombiniert mit einem wegdrücken, weitermachen und funktionieren. 

„Ich habe vielleicht viel zu tun, aber eigentlich ist alles gut. Ich weiß nicht, wieso ich nicht schlafen kann.“ 

Dein Körper kann ziemlich lange durchhalten, doch irgendwann und irgendwie findet er einen Weg dir zu sagen, was er zu sagen hat. Dieses „irgendwann“ ist ziemlich oft der Zeitpunkt, an dem du einfach nur noch einschlafen willst. 

Das alles ist anstrengend. Doch dein Körper will mit dir im Gespräch sein und das ist gut. 

Was kannst du gegen Einschlafproblemen machen? Wie kannst du schneller schlafen? Gibt es eine zuverlässige Einschlafhilfe?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man die Momente der Schlaflosigkeit manchmal einfach „aushalten“ muss. Doch generell gelassener, verständnisvoller und geduldiger zu sein (auch wenn du mal nicht einschlafen kannst) kannst du lernen – und das tagsüber.

Wieso tagsüber?

Wenn du nervös und einfach nur müde im Bett liegst, hast du vielleicht nicht immer die Energie, die es braucht, um dich selbst zu regulieren. Wie oft lag ich schon im Bett und habe mich selbst verurteilt, weil ich das alles nicht anwenden kann? Du kannst deine Ressourcen stärken, wenn du noch welche hast. 

Coaching-Fragen

Wenn du Schlafprobleme hast, dann empfehle ich dir, einen Blick auf deinen Tag zu werfen. Hier sind ein paar Fragen, mit denen du arbeiten kannst: 

  • Wie angespannt bist du, von 1 bis 10? (1 ist super entspannt. 10 das andere Extrem)
  • Wie ist deine Laune, von 1 bis 10? (1 ist super unglücklich. 10 das andere Extrem)
  • Was brauchst du, um dich heute gut zu fühlen? 
  • Was kannst du dir heute gutes tun?
  • Wann machst du heute eine Pause, in der du nur für dich da bist?
  • Kannst du in Stille sein? 
  • Wofür bist du dankbar?

Jede Frage hat genug Potential für einen eigenen Artikel. Hier geht es darum zu schauen, wie es dir geht, wie entspannt du bist, was dich vielleicht belastet und was du jetzt tun kannst, um dir etwas gutes zu tun.

Bewegung vor dem Einschlafen

Oft sind die Tage, an denen ich schlecht schlafe auch die Tage, an denen ich viel nachdenke. Wenn es dir auch so geht, dann versuche, deine Aufmerksamkeit auch auf deine Füße, deinen Bauch und besonders auf deinen Brustkorb zu richten. Bewegung ist hier eine schöne Möglichkeit. Meine Empfehlung: Yoga (Wen überrascht das jetzt?)

Durch das linke Nasenloch atmen

Dafür verschließt du dein rechtes Nasenloch. Dein Zwerchfell wird herausgefordert und das signalisiert deinem Körper Sicherheit. Diese Übung kannst du eigentlich zu jeder Zeit üben, aber du kannst das auch liegend machen. Diese Übung ist selten ein Trigger. Aber auch hier gilt: bleib bei dir und hör’ auf, wenn es dir nicht gut tut.

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